Portrait

Seit jenem magischen Moment, als meine Hand ihren ersten Buchstaben formte (es war ein grosses „B“ unter der fachlichen Anleitung meines grossen Bruders) bin ich fasziniert vom Schreiben. Meine intensive Beschäftigung mit der Kalligrafie hat vor über elf Jahren begonnen. „Sie brauchen also ein gewisses Mass an Besessenheit, um ein zügiges Schreiben zu beherrschen“, las ich da in meinem ersten Kalligrafiebuch – und kann nur bestätigen, es hilft! Inzwischen vergeht kaum ein Tag ohne das Eintauchen in diese Momente auf Papier – und ich staune wie damals darüber, was entsteht.

Ich liebe es, mit traditionellen und mit meinen eigenen Formen, mit den unterschiedlichsten Werkzeugen und Materialien zu experimentieren und dabei meine Schriftzüge zu verfeinern. In unserer Zeit, in der wir mit E-Mails und anderen digitalen Kommunikationsmitteln überflutet sind, lebt meine Arbeit von der Achtsamkeit auf einen Strich, vom Geräusch meiner Feder auf rauem Papier, vom Entstehenlassen der Formen und Farben auf dem Schreibuntergrund.

Ich besuche regelmässig Fortbildungen bei nationalen und internationalen Schriftkünstlerinnen und -künstlern. Dazu zählen Yukimi Annand, Sigrid Artmann, Massimo Polello, Sophie Verbeek, Yves Leterme, Denis Brown, Denise Lach, Gabriela Hess, Roland Stieger, Gottfried Pott, Annikki Rigendinger, Andreas Schenk, Susanne Breitenmoser u.a.